Unser Firmennamen setzt sich aus den beiden Begriffen zusammen, die unsere Arbeit beschreiben: Wir kümmern uns darum, 16/35 mm Film und analoges Video aus dem Dämmerzustand zu holen, das Material vor seinem Verschwinden und Verfall zu bewahren, es auf digitale Ebene anzuheben und die Inhalte wieder sichtbar, hörbar, zugänglich zu machen.
Dabei gilt das Augenmerk dem vollständigen Erhalt bzw. der werkgetreuen Wiederherstellung des Film-Originals: Das digitale Abbild erscheint in derselben Unversehrtheit, die der Autor bei der ersten Vorführung seines Films wahrnehmen konnte. Wir beseitigen die Spuren von Gebrauch, Zersetzung und Beschädigung, fügen dem Film nichts hinzu und stellen seine ursprüngliche Brillanz wieder her.
Ziel ist es, Filme für die Nutzung zugänglich zu halten, die ansonsten – wegen nicht mehr vorhandener Abspielmöglichkeiten – aus dem Blickfeld geraten würden. 16 mm Projektoren sind kaum mehr zu finden. 35 mm Bildwerfer werden abgelöst von digitalen Projektoren. Filmkopierwerke stellen ihre Dienste ein.
Anstelle von weiterem Verschleiß durch die Herstellung konventioneller Filmkopien vom Original-Negativ überführen wir Bild und Ton in ihrer Differenziertheit 1:1 in digitale Information. Bevor die Filme mit der alterungsbedingt sukzessiven Auflösung des Trägermaterials sich verändern, auszubleichen und zu verfallen drohen, sichern wir deren Substanz.
Wir haben uns zur Maßgabe gesetzt, dass es in Folge von Digitalisierung und Restaurierung möglich sein soll, den Film ohne Verlust wieder auf sein originales Trägermedium bzw. auf 35 mm auszubelichten.
Mit dem Auftrag zur Sicherung von Werken des Filmautors Harun Farocki haben wir mit der Deutschen Kinemathek einen Arbeitsablauf entwickelt: Auf digitaler Ebene wird sowohl der vollständige Gehalt, als auch die typische visuelle Anmutung von analogem Film wiederhergestellt.
Die gewonnenen, hochauflösenden Digitalisate bewahren bedeutende, wertvolle Filme auf Dauer verlustfrei im Sinne der Werksicherung. In variabler Formatierung sind sie jetzt jederzeit und leichter als zuvor verfügbar.
Matthias und Claus
Wir sind seit Kindertagen befreundet. Die Begeisterung für Film und Kino führte zu Super 8, und bei der Herstellung von Kurzfilmen lernten wir die Eigenschaften von Kamera und Filmmaterial kennen.
Im eigenen Fotolabor gewann Matthias Kenntnisse über die fotochemischen Zusammenhänge. Und durch langjähriges Engagement in der Musik- und Theaterabteilung unserer Schule hatten wir uns mit Tontechnik befasst. Unter anhaltender Faszination richteten wir ein erstes eigenes Studio von Claus ein.
Hatten wir uns früher in den gemeinsamen spielerischen Aktivitäten befruchtet, entwickelte sich im Zuge der Bewältigung selbst gestellter technischer Herausforderungen ein vertieftes persönliches Verständnis, das immer zu Lösungen und Ergebnissen führt.